ZEICHNEN IST IM TREND!

Bilder, sowohl still als auch bewegt, sprechen bekanntlich mehr als tausend Worte.

Gerade in der Werbung, in der KonsumentInnen viele Informationen in kurzer Zeit aufnehmen sollen, sorgen Bilder dafür, dass die Werbebotschaft strukturiert, optisch ansprechend und einprägsam vermittelt wird. Werbeplakate auf Autobahnen beinhalten beispielsweise recht wenig Text, damit ein Autofahrer mit einem kurzen Blick über deren Inhalt informiert ist, ohne lange abgelenkt zu werden.

Standardmäßig greifen GrafikerInnen bei ihren Visualisierungen zu Fotos und Vektorgrafiken. Als begeisterte Hobbyzeichnerin freue ich mich aber ganz besonders, einen Trend zur Verwendung von traditionellen und digitalen Illustrationen zu bemerken, denn diese verleihen - meiner Meinung nach - jeder Gestaltung eine persönliche Note.

Stockbildagenturen bieten mittlerweile eine Vielzahl solcher Zeichnungen zum Kauf an. Für das wirklich individuelle und unverwechselbare Erscheinungsbild einer Marke ist jedoch eine neu erstellte und auf den Verwendungszweck maßgeschneiderte Illustration eine geschickte Möglichkeit, um sich gezielt von der Konkurrenz zu differenzieren.

Wer möchte nicht am Markt herausstechen?  
Eine Illustration fällt auf, bleibt im Gedächtnis und verschafft einem Design ein exklusives und auf das Produkt angepasstes Aussehen. So verstärkt ein Aquarellbild beispielsweise eine natürliche und verträumte Gestaltung, während glatte Vektorzeichnungen einen plakativen und prominenten Eindruck vermitteln.

Besonders traditionelle Zeichnungen erfreuen sich steigender Beliebtheit, da sie in den Köpfen der meisten aufwändiger und optisch natürlicher wirken, als ein digital kreiertes Äquivalent.
Die Trendmedien sind hier ganz klar simple Bleistifte, Tusche, Aquarellfarben und alkoholbasierte Marker (z. B. Copic Marker).

Dank Programmen wie Photoshop, Clip Studio Paint und Painttool SAI, die sich auf Illustrationen spezialisieren und die ich selbst regelmäßig gerne verwende, können aber inzwischen auch schon auf digitale Weise diverse Medien, wie Wasserfarben und Bleistifte, simuliert werden. Den Umgang mit diesen Programmen konnte ich 2017 bei einer Fortbildung zum Thema „Digital Illustration“ professionell vertiefen und später bei diversen Projekten erfolgreich unter Beweis stellen. So konnte ich inzwischen beispielsweise Hintergrund-Elemente der neuen Coco Aloha-Drinks und der Waterdrop-Neujahrsbanderolen kreieren. Zusätzlich habe ich unsere MitarbeiterInnen in kleine Vektor-Illustrationen verwandelt, die in unseren wöchentlichen Beiträgen auf Facebook und LinkedIn zum Einsatz kommen.

Mein Tipp an angehende IllustratorInnen:  
Es ist wichtig, zwischen persönlichen Vorlieben und den Anforderungen eines/r Kunden/in klar zu differenzieren. Es besteht ein großer Unterschied zwischen privater Zeichnung und Illustration laut KundInnenwunsch. Bei meinen Arbeiten lege ich Wert darauf, den Stil an das Produkt anzupassen, denn ein Comicbild würde beispielsweise wohl kaum zu einem seriösen und hochpreisigen Modelabel passen.

Eva Kirnbauer, Illustration & Grafik Design

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